Alemannischer Liederabend

 

Mit einem richtigen Rheinfelder "Urgestein" ging es nach der Sommerpause wieder los mit den Kleinkunst-Abenden in "Schätzles Keller": Auf der Bühne stand Manni Meister, der seit zahlreichen Jahren als Liedermacher bekannt ist. In seinen Liedern, Texten und Melodien setzt er Erlebnisse und Erlebnissen aus dem Alltag um, die ihn nachdenklich stimmen oder zum Lachen bringen. Die meisten kennen Manfred "Manni" Meister aber auch als Schauspieler von der Theatergruppe "Querfeldrhein" oder der Rheinfelder Volkskunstbühne her, und so war es nicht verwunderlich, so dass die Zuhörerreihen dicht besetzt waren.

Mehr in die Rag-Richtung ging ausserdem "Lueg in Spiegel", in dem es um die Zipperlein geht, falls die Männer langsam in dieses "Metall-Alter" kommen: Silber in den Haaren, Gold im Mund und Blei in den Knochen. Kräftig klatschte das Publikum und sofort mit beim "Feierabend-Blues", weil Meister besingt damit treffend das Feierabend-Gefühl, falls man so richtig müde und abgespannt von der Arbeit nach Hause kommt. Auch der "kulinarische" Teil mit dem Loblied auf "Röschti mit Chäs" traf offenbar voll den Geschmack der Zuhörer, die sich jedenfalls köstlich amüsierten über diesen munteren Röschti-Song.

Mit einem gefühlvollen "Herbst-Blues" als Zugabe verabschiedete sich Manni Meister von seinem begeisterten Publikum. Jener Herbst-Blues über die Jahreszeit, "falls die Blätter fallen" und man am liebsten hinterm Ofen hockt, war zusaetzlich schon ein kleiner Vorgeschmack auf den Kabarettabend "Herbstzeitschose", mit dem die "Querfeldrhein"-Kabarettgruppe um Wolfgang Dreiser am Donnerstag, 25. Oktober, in Schätzles Keller gastiert.